Am Schönsten wär’ die Einzeltat

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INFORMATION:
Aufgrund der aktuellen Situation rund um Covid-19 gibt es keine Abendkasse.
Bitte bestellt das Ticket vorab und bringt es als Ausdruck oder auf dem Handy mit.
Vergesst eure Maske bitte nicht!

Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr (pünktlich)
Bitte 19 Uhr einfinden, um platziert zu werden!

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Am Schönsten wär’ die Einzeltat

 

Die ganze Stadt gehört längst der Polizei. Die Frage ist, wem die Polizei gehört.

 

2017 gibt sich der Bundeswehrsoldat Franco A. als syrischer Geflüchteter aus und versteckt eine Waffe auf der Toilette des Wiener Flughafens mit unklarem Motiv. Doch eine aufmerksame Putzfrau macht ihm einen Strich durch die Rechnung und verständigt die Behörden. Die  Ermittlungen um Franco A. führen zu einem rechten Netzwerk aus Polizisten, Soldaten und Beamten, dass sich in Telegramgruppen austauscht und Morde an politischen Gegner*innen plant.

Die Geschichte des Stücks und damit die Geschichte um unsere Protagonistin Pollyanna fängt genau am Wendepunkt  dieser Ereignisse an. Als sie die Waffe am Flughafen findet muss Pollyanna sich entscheiden, ob es töricht ist, die Waffe selber aus dem Verkehr ziehen zu wollen. Oder wäre der eigentliche Fehler der Polizei zu vertrauen.
Während ihr Alltag in der strukturell rassistischen Mehrheitsgesellschaft ohnehin schon anspruchsvoll genug ist, wird sie nun auch noch in ihren Träumen von der Liaison zwischen Polizei und Rechtsextremismus heimgesucht. Doch bald wird aus den Träumen Realität und die Verstrickungen der rechten Gewalt treiben Pollyanna in ihre wortwörtliche Selbstbewaffnung.

„Am schönsten wär die Einzeltat“ ist eine Stückentwicklung, die vom Kollektiv SUKA in der Zusammenarbeit mit den Autor*innen Sarah Kilter und George Jamburia initiiert wurde. Die Perspektiven weiterer Projektbeteiligter fließen ebenfalls in die Inszenierung mit ein. Erforscht wird, wie sich Gewalt und Hass aus dem rechten Spektrum erst durch ihre gegenseitige Abhängigkeit mit der bürgerlichern  Mitte (dem fremdenfeindliche Onkel Harald und der pseudo-woken Arbeitsatmosphäre im Berliner Start-Up ) in ihrer vollen Kraft entfalten können.

„Am schönsten wär die Einzeltat“ behandelt rechte Männermachenschaften darum nicht als ironische Jahrmarktveranstaltung sondern interessiert sich dafür, wie wir alle Kompliz*innen von Unrecht sind, wenn wir denn nicht aktiv dagegen vorgehen.

Triggerwarnung:
Es gibt eine Waffenattrappe auf der Bühne, sie wird geschossen und aufs Publikum gerichtet.

Credits:

mit Gizem Akman & Seda Güngör
inszeniert und initiiert von SUKA
Text: Sarah Kilter & George Jamburia
Dramaturgie: Dandan Liu
Regieassistenz: Ioana Urda
Bühnenbild: Kathrin Sohlbach, Susanne Wilk & Julia Wycisk
Kostümbild: Isabelle Edi
Ausstattungsassistenz: Lioba Spörlein
Foto: Toni Petraschk
Technische Leitung & Umsetzung: Boris P. Schenk

Das Projekt wird aus Mitteln der Projektförderung des Bezirks
Friedrichshain-Kreuzberg gefördert