HALT – eine feministische Performance über intersektionale Solidarität

10.06.2021

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digitale Premiere

„Ich will am liebsten schreien, weinen, der ungezähmten Wut in mir freien Lauf lassen, doch ich kann nicht. Ich habe nicht einmal die Kraft zum Weinen und liege einfach nur da, still und reglos. Warum schäme ich mich immer noch für meinen Schmerz, selbst wenn er ein kollektiver ist?“

HALT ist eine kollektive Stückentwicklung, von Thu Hoài Tran und Elisabeth Maria Kuzel initiiert und gemeinsam mit einem Ensemble junger Schwarzer Frauen und Frauen of Color erprobt. Der andauernde rechte Terror in Deutschland ist der Beweggrund ihres Zusammen- schlusses. Sie erkunden, wie Solidarität intersektional funktionieren kann. Was heißt Widerstand und welche Bedeutungen haben Privilegien und Zusammenhalt innerhalb von Communities? In den spannungsreichen, vielstimmigen Antworten werden Einblicke in die individuellen und kollektiven Sehnsüchte des Ensembles gegeben. Sie spielen mit Erinnerungen, sind im Jetzt, schauen in die Zukunft. Sie formieren sich zu einem Schwarm, tauchen unter. Sie schwimmen gegen innere und äußere Widerstände an, tauchen auf und werden laut.

Die Performance ist ein kollektiver Selbstermächtigungsprozess an der Schnittstelle zwischen The- ater und Empowerment, die sich primär an ein nicht-weißes Publikum richtet.

Es ist eine Stückentwicklung zum Aufatmen und Aufschreien. Zum Lachen, Weinen und zum Kämp- fen. Gemeinsam.

In Kooperation mit Intersektionale Pädagogik (I-Päd) & gefördert von Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

Credits
Künstlerische Leitung: Thu Hoài Tran und Elisabeth Maria Kuzel
von und mit: Jacqueline Grumme, Josephine Papke, Jeanne-Ange Megouem Wagne, Mariann Yar, Sindi Zeneli
Bühnenbild: Rimma Elbert
Kostümbild: Mariama Sow
Film: Emine Demir
Kamera: Eunae Anna Jo
Dramaturgie: Dandan Liu
Künstlerische Assistenz: Sanni Est
Chorische & musikalische Unterstützung: Sanni Est und Christine Seraphin
Prozessbegleitung: Tugba Yilmaz & Ed Grewe (I-Päd)
Somatic Empowerment Coach: Pasquale Virginie Rotter