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Sa. 27.08.2022 – 19:00
weitere Termine Sa. 27.08.2022 – 19:00

after aftershock shock

after aftershock shock (Foto: Toni Petraschk) after aftershock shock (Foto: Toni Petraschk)

SHAKING ist ein körperlicher Zustand, der, oft ungewollt, über uns kommt.

after aftershock shock nimmt das Phänomen Erdbeben zum Ausgang, um verschiedene Formen und Intensitäten des „Shaking“ zu erkunden. „Shaking“ ist ein körperlicher Zustand, der, oft ungewollt, über uns kommt. Es kann aus unseren Körpern selbst entstehen, oder von außen in unsere Körper eindringen und sie zwingen, sich der Bewegung ihrer Umwelt anzupassen, wie ein Erdbeben – eine Naturgewalt, die uns, wenn sie stattfindet, vollständig umgibt und die Menschen, Tiere und Gegenstände gleichermaßen betrifft

Im Japanischen gibt es eine Vielzahl von Wörtern, um Bewegungen zu beschreiben, jedes mit seinen eigenen, oft sehr spezifischen Konnotationen. perteilen, stark und schnell.. Sprachliche Kristallisationen die als Erfahrungen des „Shakens“ angesehen werden können.

yurayura – ein sanftes und langsames Wiegen, z.B. von Pflanzen oder Wasser, repetitiv und ruhig;

gatagata – ein intensives und aggressives Beben, z.B. von Gebäuden oder Körperteilen, stark und schnell.

Während des Probenprozesses von after aftershock shock werden diese Wörter seziert, um ihr inhärentes choreographisches Potential freizulegen. Jedoch geht es nicht allein darum, die Wörter einfach in Bewegung zu übersetzen, sondern mehr noch darum, wie verschiedenen Sprachen uns dabei helfen können, verschiedene Perspektiven auf Bewegung einzunehmen.

Wie ein Erdbeben eine Landschaft schüttelt und durcheinander bringt, so ‚schüttelt‘ die Performance Sprachen und vermischt sie in ihrem Performance-Text. Ziel ist es, eine neue Art der mehrsprachigen und multimedialen Aufführung zu erschaffen – eine Aufführung, die nicht von Übertiteln vermittelt wird, die eine ‚fremde‘ Sprache in die ‚eigene‘ übersetzen.

Schlussendlich finden die Performer*innen ihre eigenen Wörter, um ihre Erfahrungen des „Shaking“ auszudrücken, und transformieren Lautmalerei in ein neues Konzept, dass sie atomomo nennen – eine umgeschriebene, neu geschaffene Sprache in einer Mixtur aus multilingualen Silben, mit denen sie die Beziehung ihres Körpers zur Umwelt untersuchen, und wie diese sich verändert, wenn beide anfangen, sich zu schütteln.

  • Weitere Termine

    Sa. 27.08.2022 19:00 Tickets
    So. 28.08.2022 19:00 Tickets
    Mo. 29.08.2022 19:30 Tickets
    Di. 30.08.2022 19:30 Tickets
    Mi. 31.08.2022 19:30 Tickets
    Do. 01.09.2022 19:30 Tickets
  • Förderung

    Die Recherche und Stückentwicklung ist gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR und GVL Stipendium.

    Die Produktion ist gefördert aus Mitteln des Bezirkskulturfonds Mitte und Berliner Ringtheater.
Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes Mitte von Berlin, Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte.

    Audiokabel gesponsert von: enoaudio

  • Credits

  • Co-Regie, Produktion und Rahmenkonzept

    Jingyun Li
  • Choreographie und Co-Regie

    Saori Hala
  • Text und Künstlerische Mitgestaltung

    So Young H. Kim
  • Recherche

    Jingyun Li, Saori Hala, So Young H. Kim
  • Dramaturgie

    Thore Walch
  • Performance

    Asuka Julia Riedl, Susanna Ylikoski, Saori Hala
  • Sound

    Kyoka
  • Video

    Juli Wycisk
  • Bühne und Kostüm

    Kathrin Sohlbach
  • Licht

    Haesoo Eshu Jung
  • Dramaturgisches Outside Eye

    Dandan Liu
  • Foto

    Toni Petraschk

Galerie

after aftershock shock (Foto: Toni Petraschk)

after aftershock shock (Foto: Toni Petraschk)

after aftershock shock (Foto: Toni Petraschk)

after aftershock shock (Foto: Toni Petraschk)