Programm

Nächster Termin
Sa. 30.05.2026 – 18:00
weitere Termine

In dieser zweiteiligen Ausgabe unserer Reihe „Macht kritisch(es) Theater“ sprechen wir über die affektiven Strategien von Antidemokrat*innen und mögliche Gegenstrategien im Theater, auf Festivals, in der Kunst. Zwei Formate – Workshop und Panel-Diskussion – laden zu einem Erfahrungsaustausch darüber ein, wie wir auf und hinter der Bühne handlungsmächtig werden können.

Demokratien weltweit – und auch hier in Deutschland – stehen unter Druck. Wir erleben eine gesellschaftliche Verschiebung ins Autoritäre, die auch vor der Kunstfreiheit nicht halt macht und versucht, Diskursräume zu polarisieren oder ganz zu schließen. Während antidemokratische Kräfte meisterhaft darin sind, kollektive Emotionen und Affekte zu mobilisieren, verlässt sich der demokratische, antiautoritäre Diskurs zumeist und aus guten Gründen auf rationale Argumente. Doch Fakten allein scheinen gegen emotionalisierende Narrative und die Macht der Gefühle derzeit kaum noch anzukommen. Im politischen Theater wissen wir, dass sich demokratisches Engagement auch aus ästhetischen und Empathie stiftenden Schlüsselerfahrungen speist. 

Bei einem eintägigen Workshop (auf deutsch) und auf einer anschließenden Paneldiskussion (auf Englisch) wollen wir theatrale und künstlerische Strategien kartieren, die den autoritären Versprechungen dort begegnen, wo sie am stärksten wirken: der emotionalen und affektiven Ebene.

Bei einem Workshop mit Aurel Eschmann und Börries Nehe, den Herausgebern des Sammelbandes „Beyond Molotovs – A Visual Handbook of Anti-Authoritarian Strategies“, suchen wir bei kollektiven Kartierungen und in verschiedenen Austauschformaten gemeinsam nach bestehenden und zukünftigen antiautoritären Strategien. Wir wollen darüber nachdenken, welche Rolle Affekte und Emotionen, aber auch Theater und Kunstpraxis für politische Strategien spielen. 

Auf der Paneldiskussion sprechen wir mit der Dokumentarfilmerin Aylin Kuryel und der Kuratorin Kathrin Dröppelmann darüber, warum rechtspopulistische Erzählungen emotional so gut funktionieren und das Erstarken antidemokratischer Kräfte in Deutschland und global vorantreiben. Außerdem wollen wir mit ihnen und euch diskutieren, welche Gegenstrategien es derzeit in der freien Szene und in der Kunst gibt, u.a. auf (politischen) Theater- und Musik-Festivals.

Bitte meldet euch sowohl für den Workshop als auch für die Paneldiskussion extra an.

  • Weitere Termine

    Sa. 30.05.2026 18:00 Tickets
  • Dauer

    2 Stunden

  • Sprache

    Deutsch

  • Gefördert durch

    Berliner Landeszentrale für Politische Bildung

  • Bildbeschreibung

    Eine leere Glasflasche liegt seitlich auf dem Boden, aus ihrer Öffnung ragen teils brennende Blumen mit aufsteigendem Rauch, darüber liegt ein roter Lichtreflex.

  • Credits

  • Referent*innen

    Aylin Kuryel, Kathrin Dröppelmann
  • Projektleitung

    Aurel Eschmann, Sophie Lembcke