Programm

Superposition (Foto: Valerie Groth)

»Es macht überhaupt keinen Sinn alles bis jetzt. So viel Mühe, Liebe, Geld, Risiken, falsche Pässe – alles nur, damit es mich gibt. Als ob man eine Riesenshow vorbereitet hätte, alle herbeigerufen, sie sollen unbedingt kommen, auch Freunde mitbringen, es sich ansehen, das wird Wunder, was Tolles, dann Pauken, Trompeten, der Vorhang geht auf, und dahinter – sitzt jemand auf einem Stuhl und guckt dumm. Und das ist alles, das bin Ich.« – Darf ich dir davon erzählen, dass ich es eventuell total verkackt habe? Ich habe heftig nach mir selbst gesucht und nichts gefunden. Oder ich habe alles Mögliche gefunden, aber ich kriege es nicht zusammen. Es ist nicht bestimmbar, nicht reduzierbar, nicht kondensierbar. Wenn Ich nicht einfach Ich ist, sondern auch Du und Wir und Alles zugleich, dann ist man eigentlich auch in einer super Position. Also Superposition. 

Die Spielzeit 2019/20 eröffnet Marie Stolzes Adaption von Kat Kaufmanns Roman ›Superposition‹. Die Hamburger Regisseurin arbeitet mit ihren Spieler*innen in einer Form des stetig offenen Austauschs und mit dem Gedanken, dass der Probenraum ein möglichst großer Safe Space gegenüber Zeitdruck und Verwertungslogik von Ideen sein soll. Entstanden ist mit ›Superposition‹ ein spielerisch offener Monologabend − ein Solo über und gegen die Einsamkeit −, bei dem sich die Spielerin Marie Fischer in Lichtgeschwindigkeit frei an Motiven der Romanvorlage entlang hangelnd durch eine bereits geschriebene Biografie katapultiert, um in den Scherben der Vergangenheit vielleicht einen Sinn für die Zukunft zu finden.

  • Weitere Termine

    Mo. 16.09.2019 20:00 Tickets
    Di. 17.09.2019 21:30 Tickets
  • Kategorie

    Hausproduktion

  • Informationen

    In deutscher Sprache

  • Credits

  • Mit

    Marie Fischer
  • Inszenierung

    Marie Stolze
  • Text

    Kat Kaufmann
  • Dramaturgie

    Lucien Strauch
  • Musik

    Lennart Wolter
  • Kompliz*innen

    Isabelle Edi, Marco Cucuiu, Martin Mainz
  • Fotos

    Valerie Groth

Galerie

Superposition (Foto: Valerie Groth)

Superposition (Foto: Valerie Groth)