Laskerstraße 5, 10245 Berlin

ringtheater@zukunft-ostkreuz.de

About

Das Berliner Ringtheater ist ein Spielort für zeitgenössische Theaterstoffe, der es sich zum Ziel gesetzt hat neue Gegenwartsgeschichten zur Aufführung zu bringen.

Seit 2017 arbeiten wir daran, jungen Theaterschaffenden Raum für ihre Themen, Ästhetiken, Formate und Arbeitsweisen zu verschaffen und sie in ihren Vorhaben durch eine professionelle, machtkritische Infrastruktur zu unterstützen. Das Berliner Ringtheater wird von einem zwölfköpfigen Kollektiv junger Theatermacher*innen geleitet, deren Expertisen in den Bereichen Szenisches Schreiben, Schauspiel, Dramaturgie, Bühnenbild, Politikwissenschaft und Kulturmanagement liegen.

Das Motto des Berliner Ringtheaters ist “Macht kritisch(es) Theater”. Ein wesentliches Merkmal der Stücke am Ring ist, dass politische Ideen nicht lediglich vorgetragen werden, sondern mit queeren, tragikomischen Geschichten, Handlungen und Szenarien verflochten sind. Unsere Produzent*innen eint die Affinität zu politischen Diskursen, sowie deren Verhandlung in experimenteller Form.

Unter dem Leitgedanken eines gesellschaftskritischen Theaters verortet sich das Berliner Ringtheater durchweg im Spannungsverhältnis dreier Achsen: Thema, Ästhetik und Arbeitsweise. Neue Theaterstoffe und -formen, politische Diskurse und das Hinterfragen der eigenen Produktionsweisen greifen in unserer Theaterpraxis gleichrangig ineinander. Während queerfeministische, intersektionale, kapitalismuskritische und antirassistische Perspektiven die programmatische Ausrichtung thematisch bestimmen, versucht das Ringtheater mit seiner kollektiven Organisationsstruktur auch über die von der eigenen Filter-Bubble verursachten Ein- und Ausschlüsse selbstkritisch hinauszugehen.

künstlerische Leitung (Ring-Kollektiv):
SUSANNE WILK, THALIA HERTEL, DANDAN LIU, PHILIPP GÄRTNER, SASKIA OTTIS, JOHANNES BELLERMANN, SIMONE BÄUCHLE, JULIA WYCISK, MARIANN YAR, LARS WERNER, SASHA DAVYDOVA und TIM JAKOB.

Personal:
Projektleitung: DANDAN LIU
Produktionsleitung: SASHA DAVYDOVA
Geschäftsführung: TIM JAKOB
Buchhaltung: DANDAN LIU
Technische Leitung: SUSANNE WILK
Presse- u. Öffentlichkeit: JULIA WYCISK

Kontakt: ringtheater@zukunft-ostkreuz.de
Presse: ringtheater_presse@zukunft-ostkreuz.de

Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

HALT – eine feministische Performance über intersektionale Solidarität

digitale Premiere

„Ich will am liebsten schreien, weinen, der ungezähmten Wut in mir freien Lauf lassen, doch ich kann nicht. Ich habe nicht einmal die Kraft zum Weinen und liege einfach nur da, still und reglos. Warum schäme ich mich immer noch für meinen Schmerz, selbst wenn er ein kollektiver ist?“

HALT ist eine kollektive Stückentwicklung, von Thu Hoài Tran und Elisabeth Maria Kuzel initiiert und gemeinsam mit einem Ensemble junger Schwarzer Frauen und Frauen of Color erprobt. Der andauernde rechte Terror in Deutschland ist der Beweggrund ihres Zusammen- schlusses. Sie erkunden, wie Solidarität intersektional funktionieren kann. Was heißt Widerstand und welche Bedeutungen haben Privilegien und Zusammenhalt innerhalb von Communities? In den spannungsreichen, vielstimmigen Antworten werden Einblicke in die individuellen und kollektiven Sehnsüchte des Ensembles gegeben. Sie spielen mit Erinnerungen, sind im Jetzt, schauen in die Zukunft. Sie formieren sich zu einem Schwarm, tauchen unter. Sie schwimmen gegen innere und äußere Widerstände an, tauchen auf und werden laut.

Die Performance ist ein kollektiver Selbstermächtigungsprozess an der Schnittstelle zwischen The- ater und Empowerment, die sich primär an ein nicht-weißes Publikum richtet.

Es ist eine Stückentwicklung zum Aufatmen und Aufschreien. Zum Lachen, Weinen und zum Kämp- fen. Gemeinsam.

In Kooperation mit Intersektionale Pädagogik (I-Päd) & gefördert von Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

Credits
Künstlerische Leitung: Thu Hoài Tran und Elisabeth Maria Kuzel
von und mit: Jacqueline Grumme, Josephine Papke, Jeanne-Ange Megouem Wagne, Mariann Yar, Sindi Zeneli
Bühnenbild: Rimma Elbert
Kostümbild: Mariama Sow
Film: Emine Demir
Kamera: Eunae Anna Jo
Dramaturgie: Dandan Liu
Künstlerische Assistenz: Sanni Est
Chorische & musikalische Unterstützung: Sanni Est und Christine Seraphin
Prozessbegleitung: Tugba Yilmaz & Ed Grewe (I-Päd)
Somatic Empowerment Coach: Pasquale Virginie Rotter

To get tickets, please go to:
https://billetto.eu/users/berliner-ringtheater

26.5.2021
Leashed Unleashed

Performance & suitable for english audience

please scroll down for english

ein filmisches work in progress + anschließendes PAF Special: Digital Audience Talk

https://www.theaterscoutings-berlin.de/programm/event/paf_special_digital_audience_talk_following_leashed_unleashed_1569/

Mit LEASHED UNLEASHED initiieren das Performance-Duo Kimberly Kaviar (Simone Gisela Weber & Juan Felipe Amaya Gonzalez) gemeinsam mit dem Künstler Zhenya Salinski eine multimediale Performance über Kontrollstrukturen und wie sie auf unsere Körper einwirken.

Das Stück ist eine Synthese aus choreografischem Material und poetischen Geschichten ganz persönlicher und intimer Auseinandersetzungen mit (Selbst-)Kontrolle, die hierdurch divergente virtuelle Wahrnehmungsräume schafft. Die Choreografie wird von Feldrecherche und Interviews mit Menschen inspiriert, die täglich mit Anpassungen des Körpers an (selbst) auferlegte gesellschaftliche Kontrollmechanismen zu tun haben. Eine filmische Work in Progress.

Mi 26.05 19:30 – 20:30

Tickets via https://billetto.eu/e/leashed-unleashed-Tickets-529622

Im Anschluss an die Vorstellung findet im Rahmen von Theaterscoutings Berlin ein Publikumsgespräch (englisch) mit Bridge Markland statt und lädt dazu ein, Impressionen zum Work-in-Progress-Streaming zu teilen.


Von & mit: Kimberly Kaviar & Zhenya Salinski
Choreographie & Performance: Simone Gisela Weber & Juan Felipe Amaya Gonzalez (Kimberly Kaviar)
Text & Performance: Zhenya Salinski
Audiovisuelle Gestaltung: Max Wigger
Lichtdesign (Bühne): Catalina Fernandez
Lichtdesign (Video): Timo von der Horst
Bühne: Yoav Admoni
Kostüm: Sara Wendt
Props (Video): Sara Wendt
Produktionsleitung: Sophia Keßen
Dramaturgie: Tim Jakob
Beratung: Thomas Schaupp

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Koproduktion: Berliner Ringtheater

ENGLISH

A recorded work in progress.

With LEASHED UNLEASHED, the performance duo Kimberly Kaviar (Simone Gisela Weber & Juan Felipe Amaya Gonzalez) together with the artist Zhenya Salinski initiate a multimedia performance about control structures and how they affect our bodies. The piece is a synthesis of choreographic material and poetic stories of very personal and intimate confrontations with (self) control which thereby creates divergent spaces of perception. The choreography is inspired by field research and interviews with people who deal with adjustments of the body to (self) imposed societal mechanisms of control on a daily basis.

Mi 26.05 19:30 – 20:30

The performance is part of Theaterscoutings Berlin. The audience discussion after the performance offers to share impressions on this work-in-progress streaming.

Tickets via https://billetto.eu/e/leashed-unleashed-Tickets-529622

A project by Kimberly Kaviar & Zhenya Salinski

Choreography & performance: Simone Gisela Weber & Juan Felipe Amaya Gonzalez (Kimberly Kaviar)
Text and performance: Zhenya Salinski
Video: Max Wigger
Light & sound: Catalina Fernandez
Stage: Yoav Admoni
Costume: Sara Wendt
Dramaturgy: Tim Jakob
Consultation: Thomas Schaupp

Supported by Fonds Darstellende Künste with funds from the Federal Government Commissioner for Culture and the Media.

Co-production: Berliner Ringtheater


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10.06.2021
HALT – eine feministische Performance über intersektionale Solidarität

digitale Premiere

„Ich will am liebsten schreien, weinen, der ungezähmten Wut in mir freien Lauf lassen, doch ich kann nicht. Ich habe nicht einmal die Kraft zum Weinen und liege einfach nur da, still und reglos. Warum schäme ich mich immer noch für meinen Schmerz, selbst wenn er ein kollektiver ist?“

HALT ist eine kollektive Stückentwicklung, von Thu Hoài Tran und Elisabeth Maria Kuzel initiiert und gemeinsam mit einem Ensemble junger Schwarzer Frauen und Frauen of Color erprobt. Der andauernde rechte Terror in Deutschland ist der Beweggrund ihres Zusammen- schlusses. Sie erkunden, wie Solidarität intersektional funktionieren kann. Was heißt Widerstand und welche Bedeutungen haben Privilegien und Zusammenhalt innerhalb von Communities? In den spannungsreichen, vielstimmigen Antworten werden Einblicke in die individuellen und kollektiven Sehnsüchte des Ensembles gegeben. Sie spielen mit Erinnerungen, sind im Jetzt, schauen in die Zukunft. Sie formieren sich zu einem Schwarm, tauchen unter. Sie schwimmen gegen innere und äußere Widerstände an, tauchen auf und werden laut.

Die Performance ist ein kollektiver Selbstermächtigungsprozess an der Schnittstelle zwischen The- ater und Empowerment, die sich primär an ein nicht-weißes Publikum richtet.

Es ist eine Stückentwicklung zum Aufatmen und Aufschreien. Zum Lachen, Weinen und zum Kämp- fen. Gemeinsam.

In Kooperation mit Intersektionale Pädagogik (I-Päd) & gefördert von Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

Credits
Künstlerische Leitung: Thu Hoài Tran und Elisabeth Maria Kuzel
von und mit: Jacqueline Grumme, Josephine Papke, Jeanne-Ange Megouem Wagne, Mariann Yar, Sindi Zeneli
Bühnenbild: Rimma Elbert
Kostümbild: Mariama Sow
Film: Emine Demir
Kamera: Eunae Anna Jo
Dramaturgie: Dandan Liu
Künstlerische Assistenz: Sanni Est
Chorische & musikalische Unterstützung: Sanni Est und Christine Seraphin
Prozessbegleitung: Tugba Yilmaz & Ed Grewe (I-Päd)
Somatic Empowerment Coach: Pasquale Virginie Rotter


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27.05.2021
AmnAsia: Amnesia of Asia – Asian Performing Artists Lab (APAL) 2. Ausgabe

APAL GOES PAF!

Ticketlink:
https://billetto.eu/e/amnasia-2-Tickets-529629

Nach Ticketkauf erhaltet ihr eine Email mit weiteren Informationen. // After purchasing a ticket you’ll get an email with further instructions on how to join the zoom event.

19.30 – 21.30 CET zoom performance
19.00 – 19.30 CET Q&A

scroll down for english please
——
Asian Performing Artists Lab (APAL) bietet in Berlin/Deutschland lebende Künstler:innen mit asiatischem Hintergrund eine Plattform für künstlerische Austausche, Kollaborationen und Experimenten. APAL findet zwei Mal pro Jahr in Kooperation mit dem Berliner Ringtheater statt und jede Ausgabe wählt 5 Projekte aus den eingegangenen Bewerbungen der öffentlichen Ausschreibung aus.

Die beteiligten Künstler:innen der 2. Ausgabe sind:

Avrina Prabala-Joslin (India), Michiyasu Furutani (Japan), Nine Yamamoto-Masson (Japan/France), Thủy-Tiên Nguyễn (Germany) und Wang Ping-Hsiang (+Tien Yi-Wei and Shen Sum-Sum) (Taiwan).

Nach intensiver Zusammenarbeit im Rahmen einer viertägigen Residenz präsentieren die beteiligten Künstler*innen ihre works in progress mit anschließendem Publikumsgespräch in dieser Ausgabe auf Zoom.

Die asiatischen Künstler:innen bekommen oftmals nur Aufmerksamkeit für ihr Werk, wenn sie über bestimmte Themen sprechen, welche die deutsche Mehrheitgesellschaft für sie vorgesehen hat, wie zum Beispiel Rassismus, Migration oder asiatische Kulturen. Die vielfältigen Arbeiten werden selten gefördert und gezeigt. Deshalb versucht APAL Künstler:innen mit asiatischem Hintergrund zu unterstützen, Werke zu schaffen, die ein breiteres Spektrum asiatischer Darstellungen und Stimmen hervorbringen, und einen selbstbestimmten Raum zu eröffnen, um ihre Themen und ihre Ästhetik zu entwickeln.

Credits

Mit: Avrina Prabala-Joslin, Michiyasu Furutani, Nine Yamamoto-Masson, Thủy-Tiên Nguyễn, Wang Ping-Hsiang, Tien Yi-Wei & Shen Sum-Sum
kuratiert und organisiert von Ming Poon & Frederika Tsai
Dramaturgische Betreuung: Dandan Liu
Technische Unterstützung: Jonathan Florez

AmnAsia: Amnesia of Asia – Asian Performing Artists Lab (APAL) 2. Edition

English

Asian Performing Artists Lab (APAL) offers Berlin/Germany-based artists with asian background a platform for creative exchanges, collaborations and experiments.
APAL takes place in cooperation with Berliner Ringtheater twice a year and each edition selects 5 projects from the applications submitted to the Open Call.

The participating artists of the 2nd edition are:
Avrina Prabala-Joslin (India), Michiyasu Furutani (Japan), Nine Yamamoto-Masson (Japan/France), Thủy-Tiên Nguyễn (Germany) und Wang Ping-Hsiang (+Tien Yi-Wei and Shen Sum-Sum) (Taiwan).

After the participating artists work together intensively over a four-day residency, they will present their works in progress this time on Zoom which follows by a discussion with the audience.

Asian artists often only get attention for their works, when they talk about certain topics, which are expected by the German majority, such as racism, migration, asian roots, etc. Their manifold artistic works are seldom funded and shown. One of the aims of the Asian Performing Artists Lab (APAL) is to support artists with an Asian background to create works that bring out a broader spectrum of Asian performances and voices, and to open up a self-determined space to develop their topics and aesthetics.

Credits

with: Avrina Prabala-Joslin, Michiyasu Furutani, Nine Yamamoto-Masson, Thủy-Tiên Nguyễn, Wang Ping-Hsiang, Tien Yi-Wei & Shen Sum-Sum
Curation und organisation: Ming Poon & Frederika Tsai
Dramaturgical support: Dandan Liu
Technical support: Jonathan Florez


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abgesagt *** HAPPY GAYS *** abgesagt

Alle Aufführungstermine für “Happy Gays” im November müssen wegen der aktuellen Lage leider vorerst abgesagt werden.

Deutschland sucht den ersten GAY AMBASSADOR! Wer hat das Zeug dazu, Deutschlands Homos zu repräsentieren? Wer ist gay und proud genug und kann das auch beweisen?
Ein Schwuler und eine Lesbe stellen sich der Herausforderung der „gay-challenges“ und kämpfen um den Titel des GAY AMBASSADOR! Wer es nicht schafft, die Moderatorin von der eigenen Happiness zu überzeugen, muss die Koffer packen, die Gay-Villa verlassen und wird als „unhappy queer“ nach Hause geschickt.
Wer gewinnt, fährt zum CSD nach New York, wird Markenbotschafter*in von gaygermany© und bekommt 100 000 €uro!
Bei „Happy gays“ sind große Gefühle, Eifersucht und Leidenschaft vorprogrammiert. Schließlich geht es um nichts Geringeres als die Repräsentation einer – nicht unbedingt geeinten – Community. Wenn sich Homos in der Gay-Villa Küche, Pool und Schlafzimmer teilen, könnte es unter Umständen auch heiß hergehen, denn für Solidarität gibt es in einer Castingshow – erstmal – wenig Platz!
Wir lieben Castingshows – aber was, wenn die Erkenntnis einsetzt, dass diese Formate Diskriminierungskategorien und gängige Machtstrukturen reproduzieren? – So, wie das Bürgi-Theater auch, nur eben anders.
Das Stück ist eine Auseinandersetzung damit, was Homo-Sein in unserer Gesellschaft bedeutet, wie Erfolgs- und Verwertungslogiken queere Lebensrealitäten und Styles zur Ware machen und marginalisierte Gruppen spalten. Gleichzeitig zelebrieren wir lesbische und schwule Stereotype, Mainstream Pop Culture und stellen uns die Frage wie Solidarität zur Praxis werden kann!

Konzept: Monika Freinberger
Schauspiel: Kara Schröder, Samuel Simon, René Alejandro Huari Mateus, Monika Freinberger
Bühne/Kostüm: Jeanne Louet, Nina von Seckendorff
Produktion: Lara Ledwa
Fotos: Etritainment
Technische Leitung & Umsetzung: Boris P. Schenk

gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa
Danke für die Unterstützung des Kostüm Kollektivs Berlin

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18.04.2019
Macht Kritisch(es) Theater: Die Anti-Rassismus-Klausel

Im April kommt unsere Reihe „Macht Kritisches Theater“ zurück. Diesmal mit einem Talk zur Anti-Rassismusklausel.

Worum geht’s?

Während einige deutsche Theater immer noch diskutieren, ob Blackface eine rassistische Praxis ist, haben die Regisseurin Julia Wissert und die Rechtsanwältin und Dramaturgin Sonja Laaser eine Vertrags-Klausel entwickelt, die für Aufklärung und Sensibilisierung in Sachen Rassismus sorgen soll.

Seit Anfang des Jahres gibt es diese Klausel und TECHNOCANDY (Banafshe Hourmazdi, Frederik Müller und Golschan Ahmad Haschemi) wollten diese für ihre Produktion „Schaffen“ am Theater Oberhausen (UA: 8. Februar 2019) in ihre Verträge schreiben lassen.
Die Verwaltung aber stellte sich quer, unter anderem mit dem Hinweis, dass der Rassismus-Begriff zu weit gefasst werden könne. (Es berichteten taz, VAN-Magazin, DLFKultur und das Missy-Magazine.)

Seither diskutiert also die deutsche Öffentlichkeit, ob es überhaupt Rassismus an deutschen Theatern gibt und ob jetzt eigentlich alle Deutschen vor Gericht kommen.

Wir wollen mit Banafshe Hourmazdi und Sonja Laaser über den Streit am Theater Oberhausen und dessen Nachbeben sprechen und diskutieren, was alles noch an deutschen Theatern passieren muss, damit eine Anti-Rassismus-Klausel wirklich, so wie ihre Opponent*innen behaupten, eines Tages ein Relikt einer vergangenen Zeit würde.

Zusätzlich kommen Arpana Aischa Berndt und Maja Bogojević, die mit ihrem Workshop “How to be an ally” wichtige antirassistische, intersektionale Arbeit leisten. Wir wollen mit ihnen über ihre Arbeit und die Hintergründe dazu sprechen.

Der Talk findet wie immer im Berliner Ringtheater statt und wird am selben Abend als Podcast aufgezeichnet.

Gäste: Banafshe Hourmazdi (Technocandy) und Sonja Laaser (Rechtsanwältin), Maja/Marijana Bogojević, Arpana Aischa Berndt
Moderation: Gelareh Shahpar

Beginn: 20 Uhr
Eintritt auf Spendenbasis


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07.03.2019
Miami Punk

Kabeljau & Dorsch proudly presents:
Berlin-Premiere von und mit Juan S. Guses zweitem Roman “Miami Punk”

Wir feiern mit:
– Katja Brunner und Jakob Nolte mit literarischen Antworten und Assoziationen zum Roman
– Compterspielecke
– Moderation von Chris Möller
– Büchertisch von Die Buchkönigin

*~*~*~*~*~*~*~*¯\_(ツ)_/¯*~*~*~*~*~*~*~*

Der Atlantik hat sich über Nacht von der Küste Floridas zurückgezogen und eine Wüste hinterlassen. Kreuzfahrtschiffe rosten im Sand vor Miami, die Hotels bleiben leer, der Hafenbetrieb ist eingestellt und selbst die Dauerwerbesendungsindustrie liegt am Boden. Mittendrin eine überambitionierte Indie-Game-Programmiererin, eine strauchelnde Arbeiterfamilie, eine junge Soziologin und ein E-Sport-Team aus Wuppertal. Witzig und traurig, düster und labyrinthisch: »Miami Punk« ist ein Roman über die Bedeutung von Arbeit, über Herrschaft und Macht und über einsame Nächte vor dem Computer.


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20./ 21./ 22.02.2019
Passport

Auf der ersten Seite des georgischen Passes steht:
„Der/die Inhaber*in des Passes steht unter Schutz von Georgien. Dieser Pass ist das Eigentum von Georgien. Der Pass hat 48 Seiten.“

Mehr als 25 Prozent georgischen Länder sind von Russland okkupiert. Das Leben in den Konfliktzonen ist unerträglich. Täglich werden Hirten von „den Nachbarn“ entführt und das Lösegeld von den Familien verlangt.

An der Grenze wird ein junger Mann vor einer Überwachungskamera ermordet, der Mord im Fernsehen übertragen.
Von der Grenze wird ein Mann entführt, der angeblich einen Sabotageakt geplant hatte. Danach fällt er in der Polizeiabteilung zufällig von die Treppen herunter und stirbt. Es gibt auch eine zweite Version wonach der Grund des Todes ein Herzversagen ist.
Der Mann wird 26 Tage lang nicht der Heimat zurückgegeben. Die Familie wartet auf seine Leiche. Sobald der Tote übergeben wird, nimmt die Mutter des toten Sohnes den Pass aus seiner Hosentasche. Den 48 seitigen Pass, der Eigentum Georgiens ist. Dann zeigt sie die gefolterten Hände ihres Sohnes dem ganzen Land.

„Passport“ ist das neue Dokumentartheaterstück von der georgischen Theatergruppe „Open Space“. Das gesamte Stück basiert auf Interviews, die persönlich in den Konfliktzonen erarbeitet wurden.

Regie: Mikheil Charkviani
Bühne und Kostüme: Anna Gurgenidze
Musik: Erekle Getsadze
Mit: Erekle Getsadze, Giga Datiashvili, Irakli Kakabadze, Gigi Rekhviashvili, Irakli Sirbilashvili, Bichka Cheishvili

With support by kubiz

Kasse öffnet: 18 Uhr
Stückbeginn 19:30 Uhr
ermässigt: 7,5 €, regulär 11 €
Tickets reservieren unter ringtheater@gmail.com


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17.02.2019
Glanzoderharnisch: Die Wiederauferstehung

Es ist soweit: DIE WIEDERAUFERSTEHUNG.

GLANZODERHARNISCH – eine Lesereihe von und mit Studierenden der UdK Berlin – kehrt zurück!
Ab jetzt getragen vom 14. und 15. Jahrgang des Studiengangs Szenisches Schreiben.

Die erste Veranstaltung dieser glorreichen Übernahme findet am Sonntag, den 17. Februar 2019 um 19.30 Uhr im Berliner Ringtheater statt.
(Laskerstraße 5, 10245 Berlin)

Gelesen werden Texte des 15. Jahrgang inklusive Gäste.
Das sind:
Anton Artibilov, Sarah Amanda Dulgeris, Patty Kim Hamilton, Katharina Kern, Elisabeth Pape, Lena Reißner, Rosa Rieck, Lara Schäfer, Safiya Sobkowiak, Ivana Sokola, Jona Spreter, Lisa Wentz


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06., 07., 13., 14.02.2019
Dream Body Outlet

Sensualized, tiefentspannt und digital native startet das Ring mit euch ins neue Jahr mit seiner fünften Hausproduktion.

DREAM BODY OUTLET
im Digitalen billiger

Zu wenig Zeit? Und zu viel davon im Netz?
Du spürst dich nicht mehr?
Wir sagen – das ist zu wenig.

Die DigitalPioneers haben eine neue Art des Reisens entwickelt. Die Digitalisierung des Selbst ermöglicht einen Pauschalurlaub zu jeglicher Erinnerung.
Animateure stimulieren Synapsen für großen Gefühle /
Es ist nur ein kleiner Schritt zum Digital Dream und totaler Entspanntheit.
Der Urlaub im Netz verspricht seinen tourists Freiheit / für alle perfekten und unperfekten Bodies und zeigt den Weg zur Haute Couture Bodyness / eine Butterfahrt durch die unergründlichen Weiten des Hyperrealen /
Und mittendrin die Reisende Pioneer P, die nicht mehr weiß, was sie hierher verschlagen hat. Bezahlt hat sie nichts. Denn diese Reise kostet kein Geld – nur die Bereitschaft, eine Erinnerung freizugeben.

Performance: Jan Liefhold, SJ Rahatoka, Johanna Sarah Schmidt, Kostümbild: Daniela Meichelböck, Regie und Text: Lynn Musiol, Ivana Sokola

Kasse: 18.30
Einlass/ Stückbeginn: 19.30
Preise: 6/7,5/11 €

Reservierungen mit Name, Datum und Anzahl bitte an
ringtheater@gmail.com


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11.01.2019
How to be an Ally

Das Berliner Ringtheater freut sich als Jahres-Auftakt und als zweiten Teil der Reihe “Macht Kritisch(es) Theater” diesen Workshop von Maja/Marijana Bogojević und Arpana Aischa Berndt zu hosten.

In dem Workshop „How to be an Ally?“ entwickeln die Teilnehmenden Strategien und Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung von rassismusbetroffenen Menschen im Alltag. Es wird ein offener und diskriminierungskritischer Raum geschaffen, in dem Unsicherheiten reflektiert werden, die weiße* Menschen bei der Auseinandersetzung mit Rassismus erfahren. Zudem wird erarbeitet, wie in konkreten Situationen agiert werden kann, um als Verbündete für Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland auftreten zu können und diese zu empowern.

Dauer: 3-4 Stunden

Teilnehmer*innenzahl: max. 25
(Die Anmeldung lief bereits vor ein paar Wochen, wir freuen uns auf alle Teilnehmenden)


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